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Miteinander mehr fördern
Bericht der Musikagentur im Rat
-luw- Nottuln. Lob und Anerkennung für die fantastische ehrenamtliche Arbeit erntete die Musikagentur Nottuln von allen Fraktionen im Gemeinderat. Doch die Politik sah auch Entwicklungspotenziale, vor allem im stärkeren Miteinander der verschiedenen Anbieter von Musikunterricht.
Gut zwei Jahre nach Schließung der kommunalen Musikschule und der Gründung der Musikagentur (ehemals Musikschulverein) legte Sigrid Bürger als derzeitige Vorsitzende der Musikagentur am Dienstag dem Gemeinderat einen Bericht zur bisherigen Arbeit vor. Rund 80 Mitglieder gehören der Musikagentur an. Darunter 15 Musiklehrer und vier private Musikschulen, die die von der Musikagentur verwalteten öffentliche Räume nutzen. Rund 220 Musikschüler werden jährlich vermittelt. Eine weitere Aufgabe ist der Instrumentenverleih.
Die Musikagentur selbst gibt keinen Musikunterricht, sondern vermittelt Schüler zu Musiklehrern und verwaltet die von der Gemeinde zur Verfügung gestellten Räumlichkeiten, beschrieb Sigrid Bürger noch einmal den Umfang der ehrenamtlich geleisteten Arbeit. Darüber hinaus betreut die Musikagentur zwei Ensembles: Während der Frauenchor Anchora sich einer großen Resonanz erfreue, sei die Big Band Saxplus aber sehr geschrumpft auf jetzt 14 Mitglieder, berichtete sie. Die Musikagentur möchte diesen Bereich wieder mehr in den Vordergrund rücken und attraktiver machen. Das soll unter anderem durch Projektorchester-Angebote erfolgen, aber auch durch eine eventuelle Gebührensenkung. Darüber werde derzeit nachgedacht.
Sigrid Bürger machte keinen Hehl daraus, dass die gemeinschaftliche Arbeit sehr schwierig sei. Die Lehrer sind alle Einzelkämpfer.
Kaum genutzt wird von Familien der Musikschul-Sozialfonds der Gemeinde. Von den 25000 Euro sind im letzten Jahr gerade einmal 865 Euro in Anspruch genommen worden, berichtete Benedikt Gellenbeck von der Gemeindeverwaltung.
Nach Einschätzung von Sigrid Bürger ist der Musikunterricht in den letzten Jahren teurer geworden. Trotz möglicher Unterstützung durch den Sozialfonds der Gemeinde seien die Kosten für manche Familie zu hoch. |