| Westfälische Nachrichten, 5. März 2004
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Bemühungen sind auf einem
guten Weg
Runder Tisch zur musikpädagogischen Arbeit |
-fv- Nottuln. Die Bemühungen
um die Zukunft der musikalischen Bildung und Ausbildung in
Nottuln für die Zeit nach der Schließung der Musikschule
scheint auf einem guten Weg zu sein. Diesen Eindruck hat
jedenfalls Klaus Fallberg. Der Beigeordnete berichtete gestern
von den Ergebnissen des Runden Tisches, der am Mittwochabend
zusammengekommen war. Dieses Mal waren neben den Teilnehmern
des vorangegangenen Treffens auch Vertreter der Initiative zum
Erhalt der Musikschule anwesend.
Der Verein Musikschule Nottuln legte dem Runden Tisch sein
Konzept für die weitere Arbeit vor. Danach hat er vier
Schwerpunkte gesetzt: Erstens übernimmt der Verein die
Vermittlung der Räume. Abgerückt ist man dabei von der
Vorgabe, dass alle Musik treibenden Vereine Mitglied im
Musikschulverein werden müssen, um Räume zur Verfügung
gestellt zu bekommen. Die Vereine behalten die Räume wie
bisher, erläuterte Klaus Fallberg das Ergebnis des Runden
Tisches. In einem noch zu erstellenden Raum-Kataster werden
die heutigen Zeiten für die Vereine geblockt. Die übrigen
Zeiten werden vom Musikschulverein vergeben und zwar an
Einzelpersonen und Einrichtungen, die nachweislich musikpädagogisch
qualifiziert sind, wie die Musikwerkstatt Nottuln und die
private Musikschule von Albert Göken (Gescher), der wie
berichtet ebenfalls in Nottuln einsteigen möchte.
Die zweite Aufgabe des Musikschulvereins wird der Verleih der
Instrumente sein, die er von der kommunalen Musikschule übernehmen
will. Drittens will man auch die Ensemblearbeit aufrecht
erhalten. Die Vereinsmitglieder sollen dazu mit dem
Ensembleleiter einen Vertrag schließen und diesen direkt
bezahlen. Schließlich möchte der Musikschulverein als
Kontaktagentur über die musikpädagogische Arbeit in Nottuln
informieren und sich als Vermittlungsstelle einsetzen.
Gesprochen wurde am Runden Tisch auch über einen Sozialfonds.
Die Gemeinde soll einen Topf zur Verfügung stellen, aus dem
Einkommensschwache einen Zuschuss zur Unterrichtsgebühr
bekommen. Die Gemeindeverwaltung wird dazu einen Vorschlag
ausarbeiten, in dem auch Fragen wie die nach der Höhe des
Fonds, nach einer finanziellen Starthilfe für den
Musikschulverein sowie nach den Bedingungen für eine Unterstützung
geklärt werden sollen.
Zur nächsten Sitzung des Musikschulausschusses am 25. März
(Donnerstag) werde man eine entsprechende Beschlussvorlage
zusammenstellen, erklärte Klaus Fallberg. Ziel sei es, im
Ausschuss zu einer Empfehlung zu kommen, die der Rat in seiner
Sitzung am 30. März (Dienstag) dann als Beschluss fassen
kann, so dass die Verwaltung auf dieser Grundlage einen
Vertrag mit dem Musikschulverein schließen kann.
Positiv bewertete Fallberg, dass die jetzigen Musikschullehrer
nicht nur ihr Interesse bekundet haben, weiter in Nottuln zu
unterrichten, sondern auch bereit sind, sich zusammenzuschließen.
Acht BAT- und fünf auf Honorarbasis beschäftigte Kräfte
sind zu diesem Schritt entschlossen. Die Rechtsform dieses
Zusammenschlusses soll noch geklärt werden, so Fallberg. Dazu
werde man auf Kosten der Gemeinde professionelle Hilfe
hinzuziehen.
Zudem werden die Musikschullehrer sowie auch die beiden
privaten Musikschulen gemeinsam mit dem Musikschulverein ein
musikpädagogisches Konzept für die zukünftige Arbeit in
Nottuln entwickeln. |
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